Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 

  • Förderung einer leistungsfähigen und diversifizierten Wirtschaft
  • Stärkung der Forschung und Innovation
  • Fortführung der bewährten Ausgaben- und Schuldenbremse



Als Handlungsmaxime für den Staat wird auch mit dem neuen Verfassungsentwurf das subsidiäre Handeln im Zentrum stehen. Kantone und Gemeinden übernehmen Aufgaben im öffentlichen Interesse und stellen keine Konkurrenz zur Privatwirtschaft dar. Neu bilden Nachhaltigkeit, Effizienz und Innovation wesentliche Prinzipien bei der Erbringung von staatlichen Aufgaben durch die Behörden. Diese setzen sich auch dafür ein, die Regulierungsdichte und den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich zu halten.


In der aktuellen Verfassung sind Themen wie Wirtschaftsförderung, Diversifikation oder Innovation gänzlich unbekannt. Dies waren 1907 noch keine relevanten Themen. Eine in struktureller und territorialer (räumlicher) Hinsicht diversifizierte und ausgewogene Wirtschaft stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons. Mit den Hochschulen der HES-SO, der FFHS, der FernUni Schweiz und dem Ableger der EPFL in Sitten ist das Wallis punkto Bildung und Forschung sehr gut aufgestellt. Umso wichtiger ist es, dass die kantonale Verfassung die nötigen Weichenstellungen für die Zukunft erlaubt und die Bildung- und Forschung weiterentwickelt.


Im Entwurf der Kantonsverfassung 2024 haben auch «neue Themen» wie Kultur und Tourismus Platz gefunden, die speziell für unseren Kanton einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung leisten und den Zusammenhalt fördern: Zwischen Berg und Tal, aber auch zwischen den einzelnen Regionen. 


Damit die Staatsaufgaben nicht überborden und die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger nicht ins Unermessliche steigen, bleibt die strikte Ausgaben- und Schuldenbremse in ihrer aktuellen Form bestehen. Hierin liegt ein wichtiger Ausgleichsmechanismus für den Staatshaushalt, damit auch dort gilt, was im privaten Bereich stets den Handlungsspielraum definiert: Nicht mehr ausgeben, als man einnimmt.