Respekt gegenüber Natur und Umwelt

  • Nachhaltiges Handeln in verschiedensten Bereichen
  • Stärkung einheimischer Traditionen und Kulturen
  • Aufwertung der Ressource Wasser


Die geltende Verfassung aus dem Jahre 1907 widerspiegelt eine Gesellschaft, die stark von der katholischen Kirche, der Oberschicht und der Landwirtschaft geprägt war. Mehr als 125 Jahre später stehen wir heute an einem anderen Punkt. Wirtschaftlicher Wohlstand und Vielfalt in der Gesellschaft haben zugenommen. Themen wie Klimawandel und Energieknappheit sind sehr aktuelle und grosse Herausforderungen. Naheliegend, dass diese Themen bei den 130 gewählten Verfassungsräten im neuen Entwurf ein starkes Gewicht erhalten haben. Themen, die in der aktuellen Verfassung noch gänzlich fehlen.


Bereits in der Präambel – die der Verfassung als Einleitung dient – wird der respektvolle Umgang mit der Natur und die Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen betont. Die Erhaltung der natürlichen Ressourcen gilt neu sogar als ein wesentliches Staatsziel. Eine zentrale Rolle kommt hier nicht zuletzt der Unterstützung der einheimischen und erneuerbaren Energien zu. Das Wasser wird zukunftsweisend als öffentliches Eigentum deklariert. Das Wort Nachhaltigkeit soll im neuen Verfassungsentwurf nicht nur eine leere Floskel bleiben: Lokales Wirtschaften und kurze Wertschöpfungsketten, umweltschonende Mobilitätsformen und Langsamverkehr, zweckmässiger und haushälterischer Umgang mit Boden, usw. erhalten in der neuen Verfassung ihren Platz.


Ebenso verankert werden u.a. die Unterstützung der land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit, eine weitgehende Ernährungssicherheit und der Schutz vor Grossraubtieren wie dem Wolf.