Abbildung aller Lebensrealitäten

  • Verbot von Diskriminierung 
  • Förderung der Inklusion 
  • Umfassende Rechte für Menschen mit einer Behinderung 

 

Lange war das Leben im Wallis von der Wiege bis zur Bahre vorgezeichnet. Die Biografien der Menschen ähnelten sich und waren oft fremdbestimmt. Bedingt durch den technischen Fortschritt und eine stärkere Mobilität sind in den letzten Jahrzehnten viele neue Einflüsse von Aussen ins Rhonetal eingedrungen. Unsere Gesellschaft und das Zusammenleben sind vielfältiger geworden. 

 

Als Folge davon sind die Familien- und Lebensformen heute unterschiedlicher und bunter. Entsprechend hat der Verfassungsrat dazu in seinem Entwurf offenere und zeitgemässere Rahmenbedingungen definiert. So soll der Zugang zu familien- und schulergänzenden Kinderbetreuungsangeboten, die für alle bezahlbar sind, erleichtert werden. Eine kantonale Elternzeit dient der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben. Die konkreten Bestimmungen dazu wird der Grossrat nach einer allfälligen Annahme des Verfassungsentwurfs in einem Gesetz festlegen können. Der Verfassungsrat hat den Gestaltungsraum für die Details bewusst dem Parlament überlassen. Weiter wurden die Kinderrechte zeitgemäss und umfassend definiert, insbesondere hinsichtlich ihres Rechts auf Schutz und Entfaltung, sowie auf rechtliches Gehör bei allen Entscheidungen oder Verfahren, die es betreffen.

 

Mit der Bestimmung „niemand darf diskriminiert werden“ bekennt sich der neue Verfassungsentwurf zum Respekt gegenüber Vielfalt. Die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf eine volle Teilhabe und Autonomie wurden gestärkt. So dürfen ihre politischen Rechte nicht beschränkt werden und Kanton und Gemeinden unterstützen mit der neuen Verfassung die Gebärdensprachen.

 

Rechte für ältere Menschen wurden ausdrücklich und klar definiert. Das Recht auf Bildung und Ausbildung wird gewährleistet ebenso wie das Recht auf Inklusion und Integration. In all diesen Punkten geht es um die Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft.