Das Aktionskomitee

Wir sind unterschiedliche Persönlichkeiten mit verschiedenen Erfahrungen und Vorstellungen, die alle an der neuen Verfassung mitgearbeitet haben. Dabei haben wir je unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und waren untereinander nicht immer einer Meinung. Wir haben teils auch unterschiedlich abgestimmt. Trotzdem können wir alle hinter der neuen Verfassung als Ganze stehen. 

Peter Burri

Verfassungsrat
Vollerwerbsbauer 

«Will sich das Oberwallis als diskriminierte und schutzbedürftige Minderheit inszenieren? Gibt es diesseits der Raspille nicht Grund genug zu selbstbewusstem Optimismus?
Am vorgeschlagenen Verfassungsentwurf kann es kaum liegen, denn bezüglich der Vertretung in den Institutionen ändert sich gegenüber der alten Verfassung nicht viel. Was sich aber ändert, ist der  «Geist» des neu formulierten Textes, der den Blick dahin wendet, wo der Schuh passt, wo er drückt und wohin die Reise gehen soll. Genau das erwarte ich von einer modernen Verfassung.» 

Monika Holzegger

Verfassungsrätin
Betriebsökonomin 

«Die neue Verfassungsentwurf 2024 bildet die Bedürfnisse unserer Gegenwart ab und rüstet uns für die Herausforderungen der Zukunft. In der aktuellen Verfassung aus dem Jahr 1907 kommen Themen wie Wirtschaftsförderung und dezentrale Verwaltung, Umwelt und Nachhaltigkeit gar nicht vor...» 

Dominik Knubel

Verfassungsrat
Historiker

«Die geltende Verfassung aus dem Jahr 1907 widerspiegelt die Lebensrealität der Walliser Bevölkerung schon lange nicht mehr. Mit dem vorliegenden Entwurf finden neu Themen wie Digitalisierung, Energie, Homosexualität, Naturschutz, Elternzeit, Demokratieausbau oder Patchworkfamilien in der Walliser Grundordnung endlich ihren Platz. Und zumindest in der Bildung und auf Gemeindeebene kann ein zeitgemässer Laizismus, die Trennung von Kirche und Staat, umgesetzt werden. Das Wichtigste ist jedoch, dass der Staat neu die Würde aller Walliserinnen und Walliser von Geburt an bis zum Tod garantiert.» 

Gerhard Schmid

Verfassungsrat
pensionierter Kulturingenieur / Raumplaner

«Als ältester Verfassungsrat des Oberwallis habe ich vor fünf Jahren meine letzte politische Aufgabe übernommen. In den Kommissionen und im Rat seine eigene Meinung für den neuen Gesellschaftsvertrag einzubringen, durchzudringen oder auch zu verlieren, das gehört zum Entwicklungsprozess eines Gemeinschaftswerks. 

Das Ergebnis ist eine zeitgemässe und vorausdenkende Verfassung. Sie ist fortschrittlich und nachhaltig, dient der gesamten Bevölkerung des Wallis, sie stärkt ihren Zusammenhalt, berücksichtigt die Einheit und die Vielfalt und achtet dabei die demokratischen Grundsätze. 

Das ist dem Verfassungsrat mit überwiegender Mehrheit gelungen. 

Grund genug, am 3. März 2024 mit JA zu stimmen.» 

Danica Zurbriggen Lehner

Verfassungsrätin
Erziehungswissenschaftlerin

«Der Auftrag der Bevölkerung, eine neue Verfassung zu schreiben, war für mich der Grund, weshalb ich  in die Politik einstieg. Ich wollte mithelfen, die Inhalte und den Text in eine zeitgemässe Form zu bringen, die das Wallis abbildet, wie wir es kennen und den Weg bereitet für zukünftige Entwicklungen. Was uns meines Erachtens auch gelungen ist. Wenn wir am 3. März Ja sagen, erhält das Wallis eine Verfassung, die einen humanistischen, zeitgemässen und zukunftsgerichteten Rahmen für die Politik des Kantons bildet.» 

Unsere Ziele

Den Fokus erweitern

In einem föderalistischen Land wie der Schweiz sind die Aufgaben des Staates und der Gemeinden sehr wichtig. Diese haben direkte Auswirkungen auf den Alltag und das Leben der Menschen (z.B. garantieren sie die Grundrechte für die Walliserinnen und Walliser).
Aktuell läuft der Diskurs im Oberwallis v.a. über die politischen Dimensionen der neuen Verfassung. Auch diese sind wichtig. Wir wollen aber den Fokus erweitern. 

Informieren

Wir wollen die Bevölkerung und die Stimmberechtigten über den Entstehungsprozess und die Inhalte der neuen Verfassung informieren. Dabei zeigen wir auch die Unterschiede zur alten Verfassung auf: Was wir gewinnen, was wir verlieren. 

Wir haben für das Oberwallis nicht alles erreicht, was wir wollten. Aber was bleibt, wenn wir ablehnen? 

→ Die alte Verfassung, in der diese Punkte auch nicht geregelt sind. 

Das Ober-, Mittel- und Unterwallis miteinander verbinden

Das gesamte Werk zeigt einen sehr humanistischen Kontext. Wir wollen aufzeigen, dass die Vielfalt in unserem Kanton eine Stärke ist und das Ober-, Mittel- und Unterwallis miteinander verbindet. Es ist eine Verfassung für die Bevölkerung und für den ganzen Kanton. Dennoch liegt der Fokus unseres Engagements im Oberwallis. Wir wollen keine Trennung, sondern ein Zusammengehen.